Bericht: Herbstfest an der LFSM

09. September 2022

Für die künftigen Fünftklässler ist Schnuppern angesagt

Dosenwerfen, Bobbycar-Rennen, Wurfspiel, Kunstaktion, Tiergehege, Bogenschießen, Theater - Sina weiß gar nicht, wo sie anfangen soll. Die Neunjährige ist heute mit ihrer Mutter Sandra und ihrer Schwester Laura zur Liebfrauenschule Mülhausen gekommen. Herbstfest steht an diesem Freitag Nachmittag auf dem Programm. So wie Sina sind viele Viertklässler mit ihren Eltern, Geschwistern, Großeltern oder Freunden nach Mülhausen gekommen. Auf dem Stundenplan steht: schnuppern, ausprobieren, reden und spielen, sich bewegen, die Klassenzimmer und Sportstätten sowie das weitläufige Schulgelände mit Wiesen, Bäumen und vielen Tieren kennenlernen.
„Sina ist hier ständig in Bewegung und will alles erleben“, sagt ihre Mutter, die sich aus dem heimischen Nettetal-Leuth mit ihren Töchtern ins Auto gesetzt hat ins zwölf Kilometer entfernte Mülhausen. „Die Liebfrauenschule ist die erste weiterführende Schule, die wir uns ansehen“, berichtet die Krankenschwester. Natürlich stattet die Familie im Anschluss auch den Nettetaler Schulen einen Besuch ab. Ob sich Sina - wie ihre Schwester Laura vor drei Jahren - für die Liebfrauenschule entscheidet, steht noch nicht fest. Sandra Dix und ihr Ehemann Stephan, der als Immobilien-Projektentwickler heute aus beruflichen Gründen verhindert ist, hätten aber nach den guten Erfahrungen mit ihrer ältesten Tochter überhaupt kein Problem damit, wenn auch Sina ihre Schullaufbahn in Mülhausen fortsetzt.

„Der Schritt von einer kleinen Dorfschule wie Leuth mit 50Kindern auf ein großes Gymnasium mit über 1000 Schülerinnen und Schülern ist riesengroß“, sagt die Mutter. Das habe Laura aber prima hinbekommen, die nicht so ein Wirbelwind wie Sina ist. Dennoch hat auch sie einen ausgesprochenen Bewegungsdrang.
In der Auswahl ihrer Lieblingsfächer sind sich die Schwestern indes sehr ähnlich: Kunst und Deutsch nennen beide spontan als ihre Favoriten, gefolgt von Mathe. Während Laura schon irgendwo am Horizont ein Berufsziel für sich entdeckt hat - nämlich Architektin -, denkt Sina zunächst darüber nach, wie sie am anstehenden Wochenende das Fußballspiel bei den DJK Sportfreunden Leuth bestreitet. Dort kickt sie in der F-Jugend in der Abwehr mit dem ehrgeizigen Ziel, wie ihr Lieblingsspieler Yann Sommer von Borussia Mönchengladbach möglichst wenig Gegentore zuzulassen und am Ende mit ihrer Mannschaft zu gewinnen. Für Sina ist interessant, dass die Liebfrauenschüler eine Ausbildung zum DFB-Junior-Coach absolvieren können und sportpädagogisch gefördert werden.

Während die Fußballerin Sina als Verteidigerin in der Defensive die Akzente setzt, ist ihre ältere Schwester bei ihrem großen Hobby offensiver aufgestellt: Als Funkemariechen in einer Nettetaler Karnevalsgesellschaft zieht die Elfjährige die Blicke auf sich und verbreitet Frohsinn wie gute Laune. Ansonsten ist Reiten ihr Hobby, Laura liebt Tiere. Deshalb hilft Laura heute nicht nur beim Bühnenprogramm im Rahmen des Herbstfestes, sondern schaut immer auch mal beim Schulzoo vorbei, der auch ihre Schwester begeistert. Unter anderem afrikanische Zwergziegen und Hühner locken immer wieder mit freundlichem Mäh und Kikeriki in ihr Gehege und werben um liebevolle Streicheleinheiten der künftigen Fünftklässler.

 

 



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