Bericht: U16 - Europawahl - Verständnis für Demokratie gestärkt

10. Juni 2024

Europawahl - U16-Testwahl an der Liebfrauenschule

„Ich bin begeistert, wie diszipliniert und engagiert die Schülerinnen und Schüler an der Diskussion teilgenommen haben.“ Michaela Heydhausen hat Europapolitiker aller Fraktionen an die Liebfrauenschule Mülhausen eingeladen. Der Diskussion stellen sich im PZ des Gymnasiums Dr. Stefan Berger (CDU), Michael Mölders (SPD), Alexandra Geese (Bündnis 90/Die Grünen) und Edith Bartelmus-Scholich (Die Linke). Der FDP-Vertreter musste krankheitsbedingt kurzfristig absagen.
Rund 450 Schüler aus Liebfrauenschule und Schule an der Dorenburg hören sich die Statements der Politiker an und nutzen die Gelegenheit, hier und da mit ihren Fragen nachzufassen. Erstmals sind bei einer Podiumsdiskussion auch die Schüler der benachbarten Grefrather Sekundarschule dabei, wo die Neunt- und Zehntklässler wahlberechtigt sind. Somit sitzen vier Tage vor der Wahl eine Menge Erstwähler im PZ - darunter allein 342 Wahlberechtigte der Liebfrauenschule Mülhausen.
Lob spendet Michaela Heydhausen nicht nur den Schülern im PZ-Rund, sondern auch den Politikern und den Schüler-Moderatoren im Podium. „Victoria Ambrosius, Antonia Stepholt, Mick-Alexander Hoeps und Fabian Verlinden haben das prima gemacht und sehr professionell durch die Diskussion geführt“, so Michaela Heydhausen. Die Zeitschaltuhr, auf maximal zwei Minuten programmiert, blinkt nur einmal auf der Großbildleinwand auf. Die vier Politiker, von denen bereits Dr. Berger und Alexandra Geese im EU-Parlament in Straßburg sitzen, fassen sich kurz und gehen konzentriert auf die Schülerfragen ein. Keine bissigen Attacken zum Nachbarn, Fairness geht vor gegenüber dem politischen Mitbewerber. Das macht Schule.
Dabei sind die Themen, die den Schülern auf den Nägeln brennen, alles andere als einfach zu beantworten. „Wie stehen Sie zur Israelpolitik gegenüber Gaza?“, „Was sagen Sie zu den Abschiebungen an den EU-Grenzen?“, „Befürworten Sie den Atomausstieg, und wie sieht es mit der Energiesicherheit aus?“, „Unterschreiben Sie die EU-Verteidigungsstrategie von Macron?“ - aus solchen heißen Eisen entwickelt sich ein konstruktiver Dialog auf Augenhöhe, in dem die unterschiedlichen Positionen deutlich werden. Die Frage „Wie wollen Sie die Jugend für Europa begeistern?“ beantworten die Vier quasi aus ihren vielschichtigen Antworten heraus, die bei den Heranwachsenden beider Schulen eine positive Grundhaltung gegenüber dem europäischen Zusammenhalt und bei dem einen oder anderen Mut für die politische Arbeit erzeugt.
Die U16-Testwahl an der Liebfrauenschule anderntags mit rund 400 Teilnehmenden dokumentiert schließlich, dass es für den Nachwuchs selbstverständlich ist, ein Kreuzchen für eine der antretenden demokratisch legitimierten Parteien zu machen. Das Ergebnis offenbart ferner, dass die Schüler das gesamte politische Spektrum im Blick haben und mit einem differenzierten Meinungsbild in die „echte“ Wahlkabine gehen. In Verantwortung für Europa.[digixp_img_gallery rows='1' path='fileadmin/core_liebfrauen/Fotos/Aktuelles_2024/30_ErgebnisU16-Wahl' ]
Die Podiumsdiskussion im PZ hat die junge Generation weiter sensibilisiert und zum Demokratieverständnis beigetragen.

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