Bericht: Ehrung zur digitalen Schule

15. September 2021

Dieses Zertifikat rundet die pädagogische Arbeit ab

Ministerin-Lob dient als Ansporn für den digitalen Ausbau
- Die Liebfrauenschule Mülhausen ist als Digitale Schule 2021 ausgezeichnet worden. „Nach der Zertifizierung als MINT-freundliche Schule im Januar 2018 und der Rezertifizierung im September 2020 ist das ein weiterer Ansporn, dass wir unsere Anstrengungen in Sachen Digitalisierung intensivieren“, sagt Informatiklehrer Dr. André Kaiser. Die Feierstunde unter dem Motto „MINT Zukunft schaffen“ mit einem Grußwort von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer fand über einen Video-Chat statt. Die Ehrung hat der gemeinnützige Verein „MINT Zukunft“ ausgesprochen, dessen Schirmherrin Bundeskanzlerin Angela Merkel ist.
„Dieses Zertifikat rundet unsere pädagogische Arbeit ab, wir freuen uns sehr über die Auszeichung“, sagt Dr. Kaiser. Insgesamt richte die Liebfrauenschule mithilfe unterschiedlicher digitaler Programme den Unterricht hinsichtlich vieler Aspekte auf das Digitale, jedoch immer als Ergänzung zur analogen Arbeit. „Dies alles ist ein Prozess, der seit vielen Jahren schrittweise initiiert wird – nicht erst seit Corona.“
Die Ehrung nimmt das fünfköpfige Team der Informatiklehrer an der Liebfrauenschule Mülhausen um Dr. Kaiser und Schulleiter Christoph Aretz zum Anlass, einige Digital-Module auszubauen. „Unser Ansporn ist, weitere technische Ausstattung zu programmieren, die für den pädagogischen Alltag wichtig ist“, sagt André Kaiser. „Außerdem sollen Unterrichts-Module wie RoboLab vertieft und MakerSpace eingeführt werden“ ergänzt sein Kollege René Tohang. Hinter ersterem verbirgt sich ein Robotik-Laboratorium. Und MakerSpace wird ein Digital-Labor, in dem die Schülerinnen und Schüler die praktische Anwendung der virtuellen ErSind
stolz auf das Digital-Zertifikat, und Schulleiter
Christoph Aretz gratuliert über Microsoft Teams (v.l.): René Tohang, Leon Kessels, Dr. André Kaiser, Simon Hüpkes. Alle vier sind gegen Corona geimpft, und in der Schule wird regelmäßig getestet. Foto: Axel Küppers
rungenschaften erleben können - ein Paradies für kreative und erfindungsreiche Schüler mit Affinität zur MINT-Welt.
An der virtuellen Feierstunde nehmen auch Leon Kessels und Simon Hüpkes teil. Die beiden 16-jährigen Liebfrauenschüler gehören zum Team der TabletBar. Das ist eine Einrichtung an der Liebfrauenschule Mülhausen, wo talentierte digital natives ihren Mitschülern in den Pausen den Zugang zum Tablet auf Augenhöhe vermitteln. „Wir werden aktiv, wenn beispielsweise ein Mitschüler Probleme mit einem Gerät hat“, sagt Leon. Der Grefrather, der nach dem Abitur Wirtschafts-Informatik studieren möchte, hat an seiner Schule dafür gesorgt, dass sämtliche Tablets in einem automatisierten Verfahren personalisiert werden. „So hat jeder sein Tablet und kann damit sicher und individuell umgehen“, sagt der Elftklässler.
„Wir helfen aber auch, wenn Schüler ab Stufe 7 ihr Tablet anmelden wollen oder wenn aus Versehen eine Limo über den Bildschirm gelaufen ist“, ergänzt Simon zu den Aufgaben des TabletBar-Teams. Seine Liebe zur digitalen Welt, die an der Liebfrauenschule Mülhausen gefördert wird, ist bereits in jungen Jahren seinen Eltern aufgefallen, wenn es zuhause in Hinsbeck hieß: „Simon, wie geht das?“ Der Elftklässler, der sich stark für Physik interessiert, greift zum Ausgleich gerne zum Tenorhorn, das er im Musikverein bedient.
In der Liebfrauenschule Mülhausen spielt die Musik nach dieser NRW-Auszeichnung noch intensiver das MINT-Hohelied. Profil-AG ab Klasse 6, Tablet-Klasse, Wahlpflichtfach-Kurse in Stufe 9 und 10, Wettbewerbe, Projekte und Netzwerke sorgen für eine kontinuierliche Weiterentwicklung auf hohem Niveau. Um Dinge wie Software und Lehrer-Fortbildungen kümmert sich das Team um die Digital-Koordinatorin Ann-Kathrin Haber. „Informatik boomt bei uns, alle Lehrerstellen sind besetzt“, betont Dr. Kaiser. Dadurch kann sich die Liebfrauenschule flexibel auf neue Situationen einstellen, zum Beispiel mit Informatik als Pflichtfach in 5 und 6. Knifflige Probleme sind spätestens dann schnell behoben, wenn die Experten in der IT-Abteilung der Katharina Kasper ViaNobis GmbH in Gangelt mit den MINT-Lehrern in Mülhausen nach einer Lösung suchen. Der Vorsprung in der Digitalisierung hat sich nicht nur in der Elternschaft herumgesprochen, sondern auch bei Schulen in der Region. „Wir werden häufig um Rat gefragt und helfen gerne“, sagt René Tohang.

 



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